Hinweise zur Datensammlung
Allgemeine Grundsätze, zulässige öffentliche Quellentypen, Arbeitsschritte und Qualitätsanforderungen für die Datenerhebung.
Dieses Dokument umreißt allgemeine Prinzipien, Quellen, Verfahren und Qualitätskontrollanforderungen für die Datensammlung.
Datensammlungsprozess
Datenquellen
Daten können aus folgenden Arten öffentlicher Literatur und Materialien erhoben werden:
- Wissenschaftliche Arbeiten: Zeitschriftenartikel, Konferenzbeiträge (empfohlene Plattformen: Elsevier, Springer, ACS, CNKI, Google Scholar)
- Ingenieurhandbücher: Etwa „Chemical Engineering Design Manual", „Chemical Process Manuals"
- Unternehmensberichte zu Umweltauswirkungen: Einschließlich UVP-Berichte, Machbarkeitsstudien, Gutachten zur sauberen Produktion
- Regierungs- und Branchenpublikationen: Statistische Jahrbücher, Branchenstandards, Energiestatistiken, Branchen-Blaubücher
- Patente und Normen: Nationale/Branchennormen, Patentdatenbanken (z. B. CNIPA, WIPO)
- Felddaten: Messdaten aus Fabriken, Unternehmen oder Forschungseinrichtungen
Die Datensammlung muss zwei Grundprinzipien folgen:
- Jeder Datenpunkt muss vollständig rückverfolgbar sein, mit klar dokumentierter Quelle (Literatur/Bericht/Datenbank)
- Alle erfassten Informationen sollen vollständig und detailliert sein, um Datenqualität und Reproduzierbarkeit zu sichern
Prozessflussanalyse
Vor Beginn der Datensammlung ist das Industrie-Flussdiagramm auf Unit-Prozess-Ebene zu ermitteln.
Literatursuche und -auswahl
Nutzen Sie Schlüsselwörter zur Datensuche auf Plattformen wie CNKI, WoS, Scopus und Google Scholar. Empfohlene Schlüsselwortkombinationen:
- „Methanol life cycle assessment"
- „Inventory analysis"
- „Environmental impact" usw.
Priorisieren Sie originäre oder hochwertige Studien mit klaren Eingabe-Ausgabe-Daten und Systemgrenzen.
Erfassungsinhalte
Hauptdatenkategorien:
- Materialeingaben (Rohstoffe, Wasser, Zusatzstoffe)
- Energieverbrauch (Strom, Brennstoffe)
- Produkt- und Nebenprodukt-Ausgaben (Methanol, Nebengase, Abwärme)
- Emissionsdaten (CO₂, NOₓ, Abwasser, feste Abfälle)
Datenverarbeitung
Einheitennormalisierung und Umrechnung
Wandeln Sie Einheiten aus verschiedenen Quellen in Standardeinheiten um, um Konsistenz und Wiederverwendbarkeit in der Datenbank zu gewährleisten. Beispiele:
- Energieumrechnung: kcal → MJ
- Volumen-Masse-Umrechnung: Nm³ → kg (auf Basis von Dichte oder Normbedingungen)
Wichtiger Hinweis: Weichen benötigte Einheiten von bestehenden Flusseinheiten ab, führen Sie eine Einheitenumrechnung durch, statt neue Flusselemente anzulegen.
Umgang mit fehlenden Werten
Verfügbare Strategien:
- Durchschnittswerte ähnlicher Prozesse
- Typische Werte aus LCA-Datenbanken
- Ingenieurmäßige Schätzungen (z. B. Wärmebilanz, Stoffbilanz)
- Annahmen oder Unsicherheitsbereiche klar dokumentieren
Besondere Hinweise und Anmerkungen
Dokumentieren Sie für die Lebenszyklusmodellierung Folgendes in Anmerkungsfeldern, um eine standardisierte Datensatzstruktur, klare Systemgrenzen und transparente Datenverarbeitung zu sichern:
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UUID-Konflikthinweise: Eingaben/Ausgaben dürfen keine doppelten Flusselemente enthalten (die Plattform unterscheidet nach UUID). Zeigt die Literatur dieselbe Substanz in verschiedenen Formen/Phasen, führen Sie sie zu einem Flusselement zusammen und dokumentieren Sie die Begründung.
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Interne Recyclinghinweise: Für Flüsse wie Dampf, die intern recycelt werden, ohne zusätzliche Umweltbelastung zu erzeugen, vermerken Sie: „Interner Plattform-Recyclingfluss, nicht als Ausgabemission gezählt".
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Ausgeschlossene Emissionen: Für Posten wie Katalysatorverlust, die Materialfluss betreffen, aber im System verbleiben, vermerken Sie: „Katalysator läuft im geschlossenen Kreislauf, nicht in der Stoffbilanz-Ausgabe enthalten".
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Schätzungs-/Ergänzungshinweise: Für Posten, die auf Stoffbilanz oder Ingenieurserfahrung basieren (z. B. Abwasser, Abluft), vermerken Sie: „Auf Basis der Stoffbilanz geschätzt, Originaldaten in der Literatur nicht angegeben".